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India

Der verlorene Sohn

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Hier wird der aelteste Sohn einer\eines Verstorbenen am Ganges geschoren. Das ist so Sitte, ebenso wie die weisse Kleidung waehrend der Bestattungszeremonie

Posted by miriheb 12.12.2007 00:42 Archived in India Comments (0)

Vorsicht die Mutter kommt

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ist schon geil, wie die Kuehe so in den Gassen und Strassen "weiden" und wie sie verehrt werden. Die lassen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, selbst im krassesten Strassenverkehr pflanzen sie so auf den Strassen und alle fahren selbstverstaenlichst im grossen Bogen um sie herum...

Posted by miriheb 12.12.2007 00:42 Archived in India Comments (0)

Getrocknete Kuhfladen

sunny 25 °C

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Hier werden an der Hauswand die Fladen getrocknet und dann zum Heizen verwendet. Geil oder:).

Posted by miriheb 12.12.2007 00:42 Archived in India Comments (0)

Der gute Kautabak...

sunny 25 °C

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...wird an jeder Strassenecke verkauft und sieht so eklig aus in den Muendern, aber die Inder lieben ihn!

...gerade laeuft draussen in der Gasse vorm Internetladen ne Gesellschaft im Entenmarsch mit Musik und schoenen Kleidern vorbei ...ich frag mal was das ist... moment...so hello again...das ist die "Mundan Ceremony", d.h. der erste Haarschnitt des Kindes wird zelebriert, denn ihm wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Das Haar des Kindes stellt Spuren der Vergangeheit dar und wenn sie das erste Mal geschoren werden, so wird das das Kind davon befreit und es ist bereit der zukunft in Freiheit entgegen zu gehen. Ausserdem soll das Scheren den Wachstum und die Gehirnnerven stimulieren. Die Haare werden dann wieder dem heiligen Ganges geopfert. Das wird dann den ganzen Tag gefeiert und abends gibts ein abschliessendes ausgedehntes Dinner...Auch nicht schlecht oder!

Posted by miriheb 12.12.2007 00:42 Archived in India Comments (0)

Varanasi/India, die heiligste Stadt im Hinduismus...

...und eine der aeltesten Staedte weltweit. Als besonders erstrebenswert gilt es für strenggläubige Hindus, in Varanasi im Ganges zu baden sowie dort zu sterben und verbrannt zu werden. Dazu mehr weiter unten...

sunny -24 °C

Hallo liebe Leute,
sind gestern in Indien in Varanasi angekommen. Mit dem Zug:)
Hatten gerade um 10 Minuten den Expresszug (Express! 250km in 6 Stunden, aber das sind wir ja gewohnt mittlerweile) verpasst und sind um 14Uhr in den Localzug gestiegen, der normalerweise 2 Stunden laenger braucht. Aber was solls. So lernt man doch am besten Land und Leute kennen! Vor allem, wenn sich zu dir auf die Bank im Zug noch fuenf weitere quetschen und das ganze Abteil vollgestopft ist. Sind dann auch schnell ins Gespraech gekommen mit einer lustigen Gruppe von Indern. Eine sprach ein paar Brocken Englisch und alle haben sich ziemlich ueber uns amuesiert (wie wir das essen beschnuppern, bevor wir es probierten, ueber unsere Sprache, Aussehen etc.). Waren die Hauptattraktion im Zug und es bildete sich bald ne ganze Horde um uns herum, die uns teilweise stundenlang angestarrt hat, wie Ausserirdische. Von den Bildern unseres Reisefuehrers waren sie sehr angetan (lesen konnten die wenigstens und wenn dann auch meist kein englisch) und als ich mein Buch irgendwann ausgepackt und angefangen habe zu lesen, waren sie total fasziniert. Die wenigstens hatten in ihrem Leben wahrscheinlich noch keines in der Hand und die deutsche Sprache fanden sie witzig anzusehen. Soviel ein wenig zu den Leuten im Zug. Nun zum Zug an sich. Sah aus wie ein Viehtransporter und so hat man sich auch da drin gefuehlt. Eingepfercht bis zum geht nicht mehr. Aber das Beste war, dass wir eigentlich mehr standen als fuhren. Sind mit einer kleinen Verspaetung losgekommen und das war die Ursache allen Uebels. Denn schon nach 10 km kam der erste Stopp fuer ca. eine Stunde. Denn die Strecke ist abschnittsweise "einspurig" und wir mussten all die Expresszuege durchlassen. Irgendwann hiess es, dass wir ca. um 23Uhr ankommen werden. Fakt war, dass wir einen letzten Stopp von 4 Stunden 40km vor dem Ziel hatten, wir im Zug uebernachtet haben und um 5Uhr30 in Varansi, 14 Stunden spaeter, eingetroffen sind. Gott sei Dank hatten wir unsere Schlafsaecke und unsere Plastikflaschen, die Rene zum Waermen mit Chai-Tee fuellen liess. Hab mich ganz schlecht gefuehlt bei diesem Komfort, denn die meisten Inder waren barfuss und hatten nur einen Schal, den sie ueber sich legen konnten. Soviel zu unserer ersten Nacht in Indien:)
Am naechsten Tag haben wir dann erstmal ausgeschlafen und wollten uns um 14Uhr zum Fruehstuecken aufmachen. Waren auf der Suche nach so einer German Bakery, aber der Weg fuehrte uns erstmal runter zum Ganges. Es gab naemlich einige Verwirrungen, was den Stadtplan betraf. Wir dachten eigentlich wir waeren in der Yogi Lodge, die im lonely planet steht, aber unser Rikshaw-Man hat uns in der Nacht als wir in Varanasi ankamen, in die "fake" Yogi Lodge am anderen Ende der Stadt gebracht und eiskalt behauptet, dass das die aus unserem Fuehrer waere. So erschien uns der Stadtplan voellig unlogisch und wir irrten etwas dumm herum. So gelangten wir erstmal direkt an den Ganges und das erste was wir sahen war, wie ein toter Koerper auf einem Holzhaufen verbrannt wurde. Und das vor dem Fruhestueck :) hhmm. Eine von vielen Verbrennungs- bzw. "Beerdigungs"-Zeremonien, wie sie am Ganges 24h rund um die Uhr nach dem hinduistischen Brauch stattfinden (ca. 200-400 Menschen pro Tag). Es gibt zwei Verbrennungsstellen am Ganges. Eine kleine und eine grosse, wo ca. 15-20 Leichen gleichzeitig und wie am Fliessband verbrannt werden (ganz oben die Angehoerigen der hoeheren Kasten und weiter unten Richtung Ganges diejenigen der unteren Kasten). Diese Zeremonien ziehen ein ganzes Business hinter sich her und praegen derart das Stadtbild in den Gassen am Ganges. Ueberall kann man Schmuck, Tuecher und tonnenweise verschiedene Holzarten mit unterschiedlichen Geruechen kaufen und Fotos von den Toten machen lassen. Ca. 200 Tonnen Holz werden pro Tag verbrannt. Als wir abends nochmal da waren und durch die kleinen Gassen zurueck Richtung Hauptstrasse wollten, kamen uns noch immer am laufendem Band die Totenbarren und Trauergemeinden entgegen, auf ihrem Weg zum Ganges runter, irgendwelche Gebete brabbelnd. Die Toten sind in goldene Tuecher eingewickelt. Es dauert ungefaehr 4 Stunden bis der Koerper verbrannt ist. Bei den Maennern werden dann die Brustknochen, bei den Frauen die Huefknochen (die staerksten Knochen des jeweiligen Geschlechts als Opfergabe an den heiligen Fluss) mit Bambusstangen aus dem Feuer genommen und in den Ganges geworfen. Kinder, Schwangere, Heilige, Tiere und Leprakranke werden nicht verbrannt, sondern die toten Koerper mit Steinen beschwert und im Ganges versenkt. Also das ist schon ein Hammer, wenn man das so sieht. Viele alte Menschen kommen an den heiligen Ganges, um auf den Tod zu warten, um dann hier auf diese Weise ins Nirwana zu gelangen. Es gibt am Ganges ein grosses Haus, das wie verlassen wirkt, wo aber viele alte Menschen auf ihren Tod warten.
An den Zeremonien nehmen nur Maenner teil. Keine Frauen. Denn Frauen sind zu emotional, weinen, schreien und schon oft haben sie sich in das brennende Feuer geschmissen. Die Maenner weinen innerlich. Der aelteste Sohn ist immer in weiss gekleidet und der Kopf geschoren. Nach der Verbrennung waschen sich die Angehoerigen im heiligen Fluss, der angeblich "very clean" ist (auf 100ml Gangeswasser kommen angeblich 1,5 Mio Colibakterien...fuer gesundheitlich unbedenklich sind hoechstens 500 auf 100ml...very clean:)). Gestern hat uns eine erzaehlt, dass sie waehrend ihrer Bootsfahrt eine tote Kuh gesehen hat, die wieder an die Wasseroberflaeche hochgekommen ist. Lecker. Fuer die Inder ist der Ganges alles. Sie waschen sich im Ganges, waschen ihre Waesche dort, verbrennen und versenken die Leichen, trinken daraus, baden...Echt Krass.
A propos Kuh. Die ganze Stadt ist voll mit Kuehen und die heilige Kuh der Inder(wie sie sagen ihre Mutter) wird, so scheint es, mehr verehrt und ihr wird mehr Beachtung und Wuerde entgegengebracht wie manchem armseligen Menschenleben hier. Und auf den Strassen muesste eigentlich immer ein Schild stehen "Vorsicht! Frisch geschissen". Die Kuhfladen werden zum Teil aufgefangen und an Hauswaende geklatscht um sie dort zu trocknen. Dient dann als Heizmaterial. Die Kuehe nehmen am Strassenverkehr teil, latschen durch die Gassen (und dabei wird man noch dringlichst darauf aufmerksam gemacht, wenn eine kommt, dass man unbedingt Platz macht und zur Seite weicht, voller Ehrfurcht und Unterwuerfigkeit).oder liegen einfach gemuetlich im Weg rum. Also Indien ist echt boaahhhhhhhhh ne total andere Welt. Komme mir vor wie im Mittelalter hier. Wahnsinn. Hier muss man die Eindruecke erstmal setzen lassen. Und die Gerueche, die Art der Menschen, einfach alles. Ach ja und den Kautabak muss ich noch erwaehnen, den fast jeder Inder hier im Mund hat und gern mit vollem Mund spricht. Also der ist richtig eklig. Diese rote Zeug im Mund, das aussieht wie Blut und ueberall spucken sie ihren rot gefaerbten Speichel auf die Strasse. Wenns schoen und Spass macht! Etwas gewoehnungsbeduerftig das Zeug. Ausserdem gibts Affen hier in der Stadt. Als wir unser Zimmer in der Yogi Lodge bezogen haben, hoerten wir auf unserem Balkon ein leises Fiepen und wir dachten es waere ein kleines suesses mutterlosesKaetzchen und machten die Tuer auf. Und was fauchte uns da an: Ein grosser frecher Affe bereit unser Zimmer in Beschlag zu nehmen. Konnten aber noch rechtzeitig die Tuer schliessen. Was fuer ein Schreck. Wer erwartet schon nen Affen aufm Balkon. Und als ich heute ein kleines Affenbaby fotografiert habe, musste ich schnell die Flucht vor der Affenmutter ergreifen. Ich sag nur, wenn Blicke toeten koennten.
Heute nachmittag haben wir unser Zugticket nach Bombay gekauft. Uebermorgen gehts dorthin und dann anschliessend weiter nach Goa, wo wir evtl Weihnachten verbringen werden. Fotos gibt es hoffentlich bald. Internet ist mal wieder etwas langsam hier. Ich hoffe Ihr habt alle eine schoene Vorweihnachtszeit. Liebe Gruesse!

Posted by miriheb 10.12.2007 23:08 Archived in India Comments (0)

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